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Nachhaltigkeitsaspekte in der Reifenlieferkette



Im BMBF-Projekt ConCirMy (Configurator for the Circular Economy) soll ein „Produktkonfigurator“ entwickelt werden, der am Beispiel des Autoreifens dem Verbraucher die Auswirkungen auf die Umwelt im Lebenszyklus eines Produkts transparent macht. Damit bekommt der Nutzer künftig Informationen zur Nachhaltigkeit des von ihm gewählten Produktes. Er kann sich beispielsweise über Umweltwirkung, verwendete Rohstoffe und Möglichkeiten des Recyclings bzw. der Wiederverwendung informieren. 

 

Verschiedene Nutzergruppen, sprich verschiedene Akteure der Lieferkette (Verbraucher, Designer, Recycler), können diese Daten abrufen und neben anderen wichtigen Faktoren wie Funktionalität und Kosten bei ihrer (Kauf)Entscheidung berücksichtigen.

Das Tool soll die Herstellung bzw. den Kauf von nachhaltigeren Produkten, die Entwicklung eines umweltfreundlicheren Designs sowie die Zuführung zu einer Wiederaufbereitung und Wiederverwendung unterstützen. Der Produktkonfigurator agiert als zusammenführendes Kernsystem, das verschiedenen Akteuren der Lieferkette jeweils spezifische Informationen zugänglich macht. Unterstützt wird die Entwicklung durch die Bewertung von Umweltwirkungen sowie durch sozioökonomische Analysen zu Verbraucherpräferenzen als Informationsgrundlage für den Konfigurator. Weiterhin wird der Bedarf an Normen zur Unterstützung einer Entwicklung der Lieferkette in Richtung einer Circular Economy geprüft.

Im Hinblick auf dieses Ziel wurde das Beispiel „Altreifen“ gewählt, da es zwar schon Technologien für die stoffliche Verwertung von Altreifen gibt, diese aber wenig genutzt werden. Dabei haben Fahrzeughersteller durchaus ein Interesse daran, diesen Anteil zu steigern: Nach der Altfahrzeug-Richtlinie müssen nämlich 85 Gewichtsprozent wiederverwendet oder recycelt werden. Die Nachhaltigkeit über den Produktlebenszyklus hinweg hängt allerdings von weiteren Faktoren ab und nicht nur vom Recyclinganteil des Produkts; diese Zusammenhänge sollen mit ConCirMy transparent gemacht werden.

Das Projekt läuft über drei Jahre und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Innovative Produktkreisläufe (ReziProK)“ gefördert. Projektpartner des DECHEMA e.V. sind die CAS Software AG (Projektkoordinator), die TU Berlin (Fachgebiet Innovationsökonomie) und das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN).

 

Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Rita Schulze, Tel: +49 (0) 69 7564-466; rita.schulze(at)dechema.de

 

Quelle: DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. 

 




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