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Dr. Franz zu Antikörpertests von Abbott: Von Wiesbaden in die Welt gegen Corona



Foto: ©Abbott_SARS-CoV-2 IgG_klein (3)
Foto: ©Abbott_SARS-CoV-2 IgG_klein (3)

Das Pharmaunternehmen Abbott Deutschland, das seinen Hauptsitz im Max-Planck-Park in Wiesbaden hat, ist bei der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb des laborbasierten serologischen Antikörpertests SARS-CoV-2 lgG erfolgreich und liefert seit vergangener Woche bundesweit an Labore aus.

 

"Dieser Durchbruch im Testverfahren kann bei der Entscheidung über Lockerungen der einschränkenden Maßnahmen und der Gesundheitsvorsorge helfen. Ich freue mich, dass ein Wiesbadener Unternehmen mit seiner Innovationskraft an dieser bahnbrechenden Entwicklung beteiligt ist", so Wirtschafts- und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz. Allgemein sei es sehr positiv, dass in der Landeshauptstadt einige starke Chemie- und Pharmafirmen sowie Zulieferer zu diesen systemrelevanten Branchen ansässig seien; sie stellten gerade in der Krise eine stabile Säule der Wirtschaft dar.

 

Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Abbott in Wiesbaden hat mit ihrer Arbeit die Entwicklung des Tests in den USA federführend unterstützt. Wichtig ist der Standort auch für die Produktion der aktuell mehr als 100.000 Exemplare des molekularen Covid-19-Tests, der mit den in Deutschland gängigsten Laborsystemen kompatibel ist. Aus seinem European Distribution Center beliefert das Pharmaunternehmen seit letzter Woche bundesweit die Testkits aus. Bis Ende Mai sollen über zwei Millionen Tests in der Bundesrepublik bereitgestellt werden. Darüber hinaus baut das Unternehmen die europäische Produktion der Antikörpertests aus. Daneben setzt Abbott auch auf eine Erweiterung der Testkapazitäten für andere Laborsysteme wie das AlinityTM i System.

 

Genauigkeit von mehr als 99 Prozent

 

Abbotts SARS-CoV-2 IgG-Test identifiziert den sogenannten IgG-Antikörper, ein Protein, das der Körper im Spätstadium der Infektion produziert und das Monate und möglicherweise sogar noch Jahre nach der Genesung eines Menschen vorhanden sein kann. Der Test erhielt in der vergangenen Woche das CE-Zeichen. Der Antikörpertest zeigt eine Sensitivität und Genauigkeit von mehr als 99 Prozent. Er dient dazu, die Ausbreitung von COVID-19 unter Kontrolle zu halten. Mit ihm können diejenigen Menschen identifiziert werden, die bereits mit dem Virus infiziert wurden. Dabei geht es insbesondere um solche Personen, die möglicherweise infiziert waren, aber keine Symptome zeigten. Andererseits lässt sich damit feststellen, ob die an Covid-19 Erkrankten immun gegen das Virus geworden sind. Darüber hinaus könnte der Test die vorrangige Untersuchung von Hochrisikogruppen unterstützen. Dazu zählen etwa Beschäftigte im Gesundheitswesen, Beschäftigte in der Lebensmittelversorgung, die möglicherweise bereits ein gewisses Maß an Immunität entwickelt haben und weiterhin arbeiten oder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren wollen.

 

Mit etwa 1 800 Mitarbeitern liegt der Hauptsitz von Abbott Deutschland in Wiesbaden. Von hier aus werden über das European Distribution Center Medizinprodukte in über 150 Länder weltweit geliefert. Abbott ist in der Diagnostik in Deutschland führend. So wurde zum Beispiel in den 80er Jahren in der deutschen Hauptniederlassung der weltweit erste HIV-Test entwickelt. Neben der fortlaufenden Entwicklung und Produktion von diagnostischen Tests und Testsystemen für das Kernlabor sowie für die Molekulardiagnostik hat Abbott vor einigen Jahren das Global Surveillance Programm ins Leben gerufen. Dieses Programm soll HI- und Hepatitis-Viren überwachen, Mutationen identifizieren und so sicherstellen, dass die diagnostischen Tests von Abbott immer auf dem neusten Stand sind. Als Teil dieses Programms wurde Ende 2019 ein ganz neuer HIV-Strang entdeckt. Dieses Wissen wurde auch bei der Entwicklung des COVID-19-Tests eingesetzt.

 

Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden




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