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Minister Al-Wazir skizziert Strategie für den Verkehr der Zukunft



Tarek Al-Wazir (Foto: HTAI / Sabrina Feige)
Tarek Al-Wazir (Foto: HTAI / Sabrina Feige)

Mehr Mittel für Radwege und fußgängerfreundliche Innenstädte hat Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir angekündigt. Das 2018 startende Programm "Nachhaltige Mobilität für die Stadt" werde aus dem Landesetat sowie aus dem beim Diesel-Gipfel vereinbarten Bundesfonds gespeist, sagte der Minister am 15. September 2017 bei der Eröffnung des Hessischen Mobilitätskongresses in Frankfurt. Zur Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung hat Hessen ein gleichnamiges Fachzentrum gegründet.

Nahmobilität Grundlage des neuen Verkehrssystems

Al-Wazir bezeichnete die Nahmobilität als Grundlage eines umwelt- und klimafreundlichen Verkehrssystems, das dank digitaler Vernetzung, leistungsfähiger Bus- und Bahnangebote und enger Verknüpfung der Verkehrsträger mehr Mobilität mit mehr Komfort und mehr Produktivität verbindet, aber weniger Belastungen verursacht: "Die Mobilität von Menschen und Gütern ist eine der Grundvoraussetzungen wirtschaftlicher Dynamik, sozialer Teilhabe und individueller Freiheit. Wir wollen diese Mobilität sichern - schnell und klimafreundlich, für alle und auf Dauer." Er bekräftigte den Anspruch Hessens auf eine führende Rolle beim Übergang in ein solches System.

Digitalisierung, Automatisierung, Vernetzung

Dies sei zugleich ein Beitrag, die Zahl der Toten und Schwerverletzten auf den Straßen zu minimieren. "Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Das Land Hessen bekennt sich daher zur 'Vision Zero' als motivierende Selbstverpflichtung", sagte der Minister. "Die Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung des Verkehrs eröffnen dafür große Chancen."

Die Mobilität der Zukunft

Al-Wazir berief sich auf Einschätzungen von Experten, die nach ihren Vorstellungen von der Mobilität im Jahr 2035 befragt wurden. In dem dabei entstandenen Zukunftsbild sind autonom fahrende Fahrzeuge völlig selbstverständlich und können etwa bei Verkehrsverbünden gebucht werden. E-LKWs und Lasten-Pedelecs sorgen für einen weitgehend schadstofffreien Lieferverkehr in den Innenstädten, und Berufspendler können in den Ballungsräumen ein Netz von Fahrraddirektwegen nutzen.

Der Minister skizzierte die Strategie, mit der Hessen diese Entwicklungen unterstützt. Ihre Ansatzpunkte sind:

Stärkung der Nahmobiltät: Radfahren und Gehen werden als integraler Teil des Verkehrssystems begriffen. Das Land unterstützt die Kommunen dabei, gute Bedingungen für Radler und Fußgänger zu schaffen. Abstellmöglichkeiten an Haltestellen und Fahrradabteile in Bussen und Bahnen verknüpfen die Nahmobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Carsharing Angeboten.

Stärkung der Infrastruktur, des Öffentlichen Nahverkehrs und der Elektromobilität: Kräftig erhöhte Mittel für die Verkehrsverbünde (+ 24 Prozent), das bundesweit einzigartige Schülerticket und das künftige landesweite Jobticket für alle Bediensteten des Landes ermöglichen neue Angebote auf der Schiene und im Busnetz. Das überlastete Schienennetz wird ausgebaut, die Bahn will in den nächsten Jahren in Hessen rund 12 Mrd. Euro in 12 Projekte investieren. Das über Jahrzehnte vernachlässigte Straßennetz wird saniert, der Landesstraßenbauetat insgesamt steigt bis 2019 auf den Rekordwert von 188 Millionen Euro. Die Förderung der Elektro-Mobilität wird massiv ausgeweitet, unter anderem mit einem Programm für die Anschaffung von E-Bussen in den Kommunen.

Nutzung digitaler Technologien: Hessen wird das Straßennetz für die Bedürfnisse autonomer und automatisierter Fahrzeuge aufrüsten. Hessen Mobil wird die dafür benötigten Verkehrsdaten zur Verfügung stellen. Bewährte Instrumente wie die temporäre Freigabe von Seitenstreifen werden ausgebaut.

Nachhaltige Logistik: Für einen klimafreundlichen innerörtlichen Lieferverkehr sollen die Kommunen Mikrodepots anlegen, wo Waren vom Lkw auf Elektrolieferwagen oder Lasten-Pedelecs umgeladen werden. Im Güterfernverkehr wird in Hessen der Einsatz von Oberleitungs-LKWs erprobt: „Grundsätzlich bleibt es dabei, dass wir so viel Güterverkehr wie möglich auf die Schiene verlagern müssen“, sagte Al-Wazir. "Aber wir werden nie in jedem Ort einen Gleisanschluss haben. Wir brauchen Elektro-LKWs als Ergänzung."

Ein solches digital vernetztes, alle Verkehrsträger verknüpfendes System biete mehr Mobilität und mehr Komfort als das heutige, einseitig auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtete System, sagte der Minister. Hessen habe die besten Voraussetzungen, Vorreiter einer umwelt- und klimafreundlichen Mobilität zu werden: "Der Verkehr hat für unser Bundesland eine erhebliche ökonomische Bedeutung. Hier kreuzen sich nationale und kontinentale Verkehrswege, hier konzentriert sich auch die Kompetenz, Waren- und Verkehrsströme zu managen. Lösungen, die hier funktionieren, haben ihren Praxistest definitiv bestanden. Und funktionierende Lösungen sind weltweit gefragt."




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