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"Wir haben gut gearbeitet, jetzt geht der Blick nach vorn"



Foto: Pixabay
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Mehr als hundert Unternehmen der Finanz- und Realwirtschaft werden wegen des bevorstehenden Brexit Aufgaben nach Hessen verlagern oder haben das schon getan. Der Kündigungsschutz für Spitzenverdiener ist gelockert und andere rechtliche Rahmenbedingungen sind angepasst worden, um den Finanzplatz Frankfurt im internationalen Wettbewerb noch attraktiver zu machen. Und in Hessen ist ein stabiles Netzwerk aus Politik, Unternehmen und Verbänden entstanden, das den Wirtschaftsstandort Hessen auch in Zukunft gemeinsam erfolgreich vermarkten wird. Wenige Tage vor dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union haben Europaministerin Lucia Puttrich, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer gemeinsam Bilanz der Brexit-Vorbereitungen in Hessen gezogen. Al-Wazir, Puttrich und Schäfer leiten die Steuerungsgruppe, die seit dem Brexit-Referendum vom Juni 2016 die Aktivitäten in der Hessischen Landesregierung koordiniert und vorangetrieben hat.

 

"Hessen ist auf den Brexit gut vorbereitet. Das ist kein Grund zum Jubeln, denn der Brexit ist und bleibt eine Tragödie für unser gemeinsames Projekt Europa. Aber die Hessische Landesregierung hat mit vielen Partnern in den vergangenen Jahren hart dafür gekämpft, aus etwas Schlechtem das Bestmögliche für Hessen zu machen. Das ist uns gelungen. Wir haben gut gearbeitet, jetzt geht der Blick nach vorn", lautet das Fazit der drei Minister.

 

Die Standortexperten der Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) bieten Investoren aus dem Vereinigten Königreich kompetente und kostenfreie Unterstützung von der ersten Anfrage bis zur erfolgreichen Ansiedlung. Geschäftsführer Dr. Rainer Waldschmidt betont, dass die HTAI stets in enger Abstimmung mit der Wirtschaft sowie den regionalen und den lokalen Wirtschaftsförderungen arbeitet: "In einer kritischen Situation wie jetzt bei den Brexit-Vorbereitungen zeigt sich, dass die etablierten Netzwerke in Hessen sehr gut funktionieren." In fast allen Gesprächen werde von Unternehmen die sich möglicherweise eintrübende wirtschaftliche Lage thematisiert – und das bei gleichzeitig einer Reihe von Transformationsprozessen sowie der Suche nach Gewerbegebieten und Logistikflächen parallel zu den Sorgen, die der Brexit der Wirtschaft in Hessen bereitet.

 

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Hessen und dem Vereinigten Königreich haben sich in den vergangenen zwei Jahren nicht einheitlich entwickelt. Während die Exportvolumina von 2018 bis 2019 von 4,3 auf 3,9 Milliarden Euro abgenommen haben, gab es bei den Importen Zuwächse – diese stiegen von 4,9 auf 5,2 Milliarden Euro. Der Anstieg der Importvolumina wurde durch den Kursverfall des britischen Pfunds begünstigt. Ein Grund für den Rückgang der Exporte liegt darin, dass sich hessische Exportunternehmen wegen des anstehenden Brexit auf neue Zielmärkte außerhalb Großbritanniens ausgerichtet haben.

 

"In Hessen treten wir für freien Handel, offene Märkte und offene Grenzen ein. Wir sind überzeugte Europäer. Darum bedauern wir den Brexit sehr. In den vergangenen Jahren war unser Ziel, die Betriebe bei ihren Vorbereitungen auf den Austritt Großbritanniens zu begleiten. Mit dem Arbeitskreis Realwirtschaft, mit Veranstaltungen, Beratungsförderung und intensivem Standortmarketing", sagt Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. "Wir in Hessen sind mit Frankfurt als europäisches Finanzzentrum ein starker Standort. Daher haben wir in den vergangenen Jahren im Brexit auch Chancen und nicht nur Risiken gesehen. Nun ist wichtig, die hessischen Unternehmen weiter zu unterstützen. Denn wir wollen unsere guten Beziehungen zu Großbritannien fortsetzen." Die Hessen Agentur wird noch im Februar im Auftrag des Wirtschaftsministeriums eine Online-Befragung unter Unternehmen in Hessen durchführen. "Von diesem ,Blitzlicht‘ erwarten wir ein Stimmungsbild, um anschließend die vom Brexit betroffenen Unternehmen noch besser und passgenauer unterstützen zu können", so Al-Wazir.

 

"Ich halte nichts von einem Wettlauf um die niedrigsten Aufsichtsanforderungen innerhalb der EU 27. Das heißt aber nicht, dass wir uns einem Standortwettbewerb mit anderen europäischen Metropolen verschließen wollen", sagt Finanzminister Dr. Schäfer. Der Brexit habe Entwicklungen in der europäischen Finanzwelt angestoßen, die weder Ende Januar noch am 31. Dezember 2020 enden. "Ich möchte, dass Frankfurt auch weiterhin zu den führenden globalen Finanzplätzen gehört", so Schäfer. Daher werde man die rechtlichen Rahmenbedingungen auf allen Ebenen – im Land, im Bund und in der EU – auch weiterhin auf den Prüfstand stellen. "Wenn wir besser werden können, sollten wir dies auch tun. Und – wie andere – auch darüber sprechen", sagt der Finanzminister.

 

 




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