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Belastungsprobe Brexit – Wirtschaft benötigt schnell Klarheit



Dr. Rainer Waldschmidt in Brüssel
Dr. Rainer Waldschmidt in Brüssel

"Die Unsicherheit über den weiteren Fortgang der Brexit-Verhandlungen ist Gift für die Wirtschaft, denn 64 % der hessischen Unternehmen erwarten negative Effekte auf Ihr Geschäft im Falle eines 'harten' Brexit – bei einem Austritt des Vereinigten Königreichs ohne ein Abkommen und damit bei einem Rückfall der wechselseitigen Wirtschaftsbeziehungen auf den WTO-Status", erklärte Axel Henkel, Abteilungsleiter im Hessischen Wirtschaftsministerium, in dieser Woche in Brüssel. In der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union fand am 11. Juli auf Einladung von Europaministerin Lucia Puttrich und Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir eine Veranstaltung zum Thema "Belastungsprobe Brexit – neue Chancen, neue Risiken für die hessische Wirtschaft" statt. Friedrich von Heusinger, Leiter der Landesvertretung, stellte die Brexit-Arbeitsstruktur der Hessischen Landesregierung und die vielfältigen Initiativen der Landesregierung im Hinblick auf den Brexit eingeleitet hat, dar. Axel Henkel erläuterte die Maßnahmen für die Realwirtschaft und verwies auf den "intensiven Dialog mit hessischen Unternehmen etwa bei Veranstaltungsreihen sowie in Arbeitskreisen."

 


Studien der Hessen Agentur

 

Henkel stellte Ergebnisse aus den 2017 und 2018 im Auftrag des Wirtschaftsministeriums durch die Hessen Agentur erstellten Studien zu den Auswirkungen des Brexits vor, deren Kern jeweils eine Befragung hessischer Unternehmen mit Beziehungen zum UK ist. Auch bei einem Brexit mit Abkommen liegt der Anteil negativer Erwartungen noch bei knapp der Hälfte der Teilnehmer. Positive Effekte erwarten jeweils nur einige wenige Befragte. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Unternehmen in 2018 stärker alarmiert sind als noch Anfang 2017: "Der Anteil der Unternehmen, die einen relativ harten Schnitt zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU erwarten, ist von 15% auf 36% gestiegen", betonte Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) in Brüssel.

 


Auswirkungen auf die Unternehmen schon spürbar

 

Jörg Steinhardt, Vorsitzender des Unternehmerbeirats der HTAI, stellte die Auswirkungen des Brexits auf sein Unternehmen dar. Die Unsicherheit im UK führt bereits aktuell zu Investitionszurückhaltung und ein schwieriges Marktumfeld im UK für das auf Wassertechnik spezialisierte Unternehmen aus Taunusstein. Das Unternehmen reagiert darauf im UK mit strukturellen Änderungen und hat auch schon Teile seiner Beschaffung auf Anbieter aus anderen EU-Ländern umgestellt. "Die Aussicht auf den Brexit hat hier zu Maßnahmen geführt, die bereits jetzt effizienter sind, sodass wir uns auch auf den harten Brexit vorbereitet fühlen", sagte Jörg Steinhardt. Dr. Rainer Waldschmidt ergänzte, dass "für Unternehmen alle mit einem harten Brexit verbundenen organisatorischen Vorbereitungen durchaus ein halbes Jahr in Anspruch nehmen können, sodass Unternehmen jetzt ihre Entscheidungen treffen, da die zweijährige Verhandlungsfrist bereits im März 2019 ausläuft."

 


Finanzminister im "Jahresbericht 16_17"

 

Im diese Woche veröffentlichten neuen "Jahresbericht 16_17" sind die Maßnahmen der Wirtschaftsforschung und des Standortmarketings der Hessen Agentur und der HTAI zusammengefasst. Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer berichtet im Jahresbericht über die Herausforderungen und die Chancen, die sich für Hessen aus dem Brexit ergeben. Dr. Schäfer betont: "Positive Auswirkungen spürt schon jetzt natürlich die Immobilienbranche in Rhein-Main, und auch diejenigen Banken, die schon länger hier sind, schaffen neue Stellen tendenziell nicht in London, sondern hier bei uns. Nach dem Austritt hängt das Ausmaß der Folgen natürlich stark vom Inhalt der Austrittsvereinbarung und von der erwarteten langfristigen Entwicklung der Handelsbeziehungen ab. Gewinner wird es in der Realwirtschaft eher wenige geben. Es bleibt zu hoffen, dass die positiven Impulse für die hessische Finanzwirtschaft dies gesamtwirtschaftlich aufwiegen können."

 

 

Die Studie "Hessen und der Brexit – Ein Jahr nach dem Austrittsantrag" kann hier heruntergeladen werden: Kurzfassung und Langfassung. Aktuelle Informationen der HTAI zum Brexit gibt es außerdem auf https://www.invest-in-hessen.de/brexit

 

 

 

Die HTAI ist die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes Hessen. Die HTAI bietet eine einmalige strategische Verknüpfung von Technologie- und Innovationsförderung, Standortmarketing und Investorenbetreuung, Außenwirtschaft sowie Beratung zu EU-Förderprogrammen. Sie ist zentraler Ansprechpartner für Unternehmen sowie für wissenschaftliche, politische und gesellschaftliche Institutionen. www.htai.de

 


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