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Erfolgreicher Start des "HyperOLED"-Projekts im Rahmen des EU-Förderprogramms "Horizon 2020"



Darmstadt, 12.04.2017 - Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute den erfolgreichen Start des "HyperOLED"-Projekts bekannt gegeben. Die Europäische Union fördert das Projekt im Zusammenhang mit dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation "Horizon 2020" mit insgesamt vier Millionen Euro. Als Koordinator des Projekts wird Merck eng mit einem Konsortium aus vier herausragenden Partnern innerhalb der EU zusammenarbeiten.

 

Die Partner sind Microoled (Frankreich), das Fraunhofer-IOF (Deutschland), die Durham University (GB) und Intelligentsia Consultants (Luxemburg). Über einen Zeitraum von drei Jahren werden im Rahmen des "HyperOLED"-Projekts Materialien und Bauteilstrukturen für hochleistungsfähige, hyperfluoreszierende organische Leuchtdioden (OLED) entwickelt, die in Display- und Beleuchtungsanwendungen zum Einsatz kommen sollen.

 

Das Hauptziel des "HyperOLED"-Projekts besteht darin, innovative und hochleistungsfähige OLEDs zu entwickeln. Dazu werden molekulare Hosts auf Basis der thermisch aktivierten verzögerten Fluoreszenz (TADF)-Technologie mit neuartigen, speziell angepassten und abgeschirmten Fluoreszenz-Emittern kombiniert. Das "HyperOLED"-Projekt wird zur Entwicklung flacher, organischer und großflächiger Elektronik (thin, organic and large area electronics, TOLAE) beitragen, eine Zukunftstechnologie mit großem Wachstumspotenzial. So wird zukünftig die Fertigung großflächiger elektronischer Geräte ermöglicht, die eine gesteigerte Funktionalität und Leistung sowie eine längere Lebensdauer aufweisen.

 

Weiße OLEDs die auf dem neuen Prinzip basieren sollen darüber hinaus kostengünstiger herzustellen sein als herkömmliche Lösungen. Durch die verringerte Anzahl der Schichten in den OLED-Stapeln können 20 - 40 Prozent an organischen Materialien eingespart werden. Zusätzlich kann die Taktzeit verringert werden und es werden kleinere Anlagen zur Herstellung benötigt. Somit können erhebliche Einspareffekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette erzielt werden, so etwa beim Einsatz von Lösungsmitteln, Edukten, Katalysatoren in der Materialsynthese, dem Energieverbrauch während der Reinigung durch Sublimation und der OLED-Produktion.

 

Durch die besonderen Eigenschaften der TADF-basierten molekularen Hosts und neuartigen, abgeschirmten Fluoreszenz-Emittern wird die verbesserte Leistungsfähigkeit der OLEDs den Bedarf seltener und teurer Übergangsmetalle (zum Beispiel Iridium und Platin) zudem obsolet machen. In der Folge können so Einsparungen erzielt werden und die Umwelt wird in geringerem Maße belastet.

 

Das "HyperOLED"-Projekt zielt dabei dank des breiten Fachwissens innerhalb des Konsortiums in Bezug auf die Entwicklung und Herstellung hyperfluoreszierender OLEDs unmittelbar auf Anwendungen mit hohem Wachstumspotenzial. Es wird erwartet, dass das Projekt interessante neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet und Impulse für die Wirtschaft innerhalb und außerhalb Europas gibt.

 

Das "HyperOLED"-Projekt erhält Fördergelder aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm "Horizon 2020" der Europäischen Union (Förderkennzeichen Nr. 732013).

 

Informationen zum Konsortium

 

Über Microoled
Als anerkanntes Exzellenzzentrum für die Entwicklung von Chipsatz- und Nanotechnologie konzipiert, plant und produziert Microoled seit 2007 hochaufgelöste Mikrodisplays für den Einsatz in augennahen visuellen Ausgabegeräten. Das Kerngeschäft des Unternehmens besteht aus hochintegrierten Mikrodisplays, die in Head-Mounted-Displays, elektronischen Suchern für Kameras, im Bereich Sportoptik, Nachtsicht- und Wärmebildgeräten sowie medizinischen und weiteren Anwendungen verwendet werden. Microoled verfügt dank seiner Mikrodisplays mit der weltweit höchsten Pixeldichte, dem niedrigsten Energieverbrauch und einer weithin anerkannten herausragenden Bildqualität über eine einzigartige Marktposition. Seit Beginn der Produktion im Jahr 2012, mit einer Erstinvestition in Höhe von 5 Mio. €, stiegen die Mikrodisplay-Umsätze jährlich durchschnittlich um mehr als 40 % und betrugen 2015 circa 6 Mio. €. Für das Jahr 2017 wird ein anhaltendes Wachstum erwartet. Microoled erhielt 2014 von Ernst & Young die Auszeichnung "Entrepreneur des Jahres" für die Region Rhone-Alpes/Auvergne (Frankreich) (www.microoled.net)

 

Über Fraunhofer-IOF
Die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Im Mittelpunkt der Forschung und Entwicklung am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF steht die Technologie optischer Systeme und die damit einhergehende kontinuierliche Verbesserung der Lichtsteuerung, von der Erzeugung über die Manipulation bis hin zur Nutzung. Hauptforschungsgebiete umfassen die Gebiete optische Dünnschichten, optische Messtechnik, mikrooptische Technologien und Systeme sowie Feinmechanik mit Fokus auf der Entwicklung optischer Präzisionssysteme. Die Forschungsaktivitäten im Zusammenhang mit HyperOLED werden im Applikationszentrum Mikrooptische Systeme durchgeführt, das über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Design und der Entwicklung von Masterstrukturen mikro- und nanooptischer Elemente verfügt. Die weltweite Anerkennung auf diesem Gebiet basiert in erster Linie auf der Symbiose aus optischem Design, der Herstellung von Elementen sowie der Systemintegration. Komplexe Simulationen werden dabei mithilfe von kommerziell verfügbarer Software, selbstprogrammierten Tools oder Add-ons durchgeführt. Fertigungstechnologien umfassen Elektronenstrahl- und Laserlithographie, reaktives Ionenätzen sowie UV-Replikation und werden zur Herstellung von Prototypen und zur Replikation mikrooptischer Elemente eingesetzt. In der Vergangenheit erforschte das Institut unter anderem optische Modelle für organische LED. (www.iof.fraunhofer.de)

 

Über die Durham University
Die britische Durham University rangiert weltweit unter den 100 besten Universitäten. In Großbritannien belegt sie den vierten Platz. Sie ist zudem Mitglied der Russell-Gruppe, ein Verbund führender britischer Universitäten. Der Fachbereich für Physik zählt darüber hinaus zu den führenden Fakultäten für Physik und Astronomie. Eine Gruppe von Spitzenwissenschaftlern innerhalb der Fakultät beschäftigt sich mit der spektroskopischen Erforschung von OLEDs und OLED-Materialien und arbeitet dabei eng mit führenden Herstellern von OLEDs aus Europa und der ganzen Welt zusammen. Im Fokus steht dabei insbesondere die Erforschung von Eigenschaften der Triplett-Exzitonen in Materialien und Bauteilen. Eine weitere anerkannte Forschungsgruppe ist auf dem Forschungsgebiet neue synthetische Chemie tätig. Dazu zählt unter anderem die Synthese organischer Moleküle und Polymere sowie molekulare (aus einem einzigen Molekül bestehende) Elektronik im Nanobereich, die in neusten Technologien eingesetzt werden sollen. Seit seiner Gründung im Jahr 1987 richtet das Centre for Molecular and Nanoscale Electronics seine Aktivitäten ganz auf die Erforschung von Nanomaterialien für den Einsatz in elektronischen Geräte aus. Dieser Ansatz vereint fortschrittliche Messtechnik und Verarbeitung, Synthese und Charakterisierung von Materialien sowie Spektroskopie und Modellierung. Eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte wie Transistoren, Solarzellen, lichtemittierende Dioden, Speicher und künstliche neuronale Netzwerke können so besser verstanden werden. (www.dur.ac.uk)

 

Über Intelligentsia Consultants
Das Unternehmen Intelligentsia Consultants unterstützt mit seiner hochwertigen, wissensbasierten Beratung die Forschung und Innovation innerhalb privater und öffentlicher Organisationen. Die Beratungsleistungen umfassen folgende Bereiche: Verfassen von Förderanträgen, Steuerentlastung für F&E, EU-Programme, nationale Förderprogramme, Schulung, Projektmanagement, Technologietransfer und weitere Leistungen wie Web-Entwicklung. (www.intelligentsia-consultants.com)

 

Über Merck
Merck ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Rund 50.000 Mitarbeiter arbeiten daran, Technologien weiterzuentwickeln, die das Leben bereichern – von biopharmazeutischen Therapien zur Behandlung von Krebs oder Multipler Sklerose über wegweisende Systeme für die wissenschaftliche Forschung und Produktion bis hin zu Flüssigkristallen für Smartphones oder LCD-Fernseher. 2016 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 15,00 Milliarden Euro.
Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümerin des börsennotierten Konzerns. Merck mit Sitz in Darmstadt besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Einzige Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo das Unternehmen als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftritt.

 

Quelle: Pressemeldung von Merck (externer Link; PDF)

 




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