Hessen will mehr Unternehmen für den Standort gewinnen
Land setzt auf aktive Ansiedlungspolitik, um Investitionen und Arbeitsplätze nach Hessen zu holen
Wirtschaftsförderer aus Landkreisen, Kommunen und Regionen kommen erstmals zu gemeinsamer Jahreskonferenz zusammen
Hessen will im Wettbewerb um internationale Investitionen mehr Unternehmen für den Standort gewinnen. Dafür sollen die Wirtschaftsförderer auf regionaler, kommunaler und Landesebene künftig enger zusammenarbeiten. Am Donnerstag kommen deshalb erstmals Wirtschaftsförderer aus ganz Hessen und des Bundes zu einer gemeinsamen Jahreskonferenz zusammen.
„Hessen ist ein hochattraktiver Wirtschaftsstandort mit einem lebendigen Forschungsumfeld, starken und innovativen Unternehmen, einer dynamischen Start-Up-Szene und einer sehr guten Erreichbarkeit. Damit sich Unternehmen hier ansiedeln, müssen sie aber nicht nur gute Bedingungen vorfinden, sondern beim Ankommen auch gut begleitet werden. Dafür brauchen wir in einer engen Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen Teams, die sich kümmern. Denn im Wettbewerb um Investitionen können wir nur gemeinsam erfolgreich sein“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Johannes Loheide.
Gemeinsam um Investitionen werben
Bei der Entscheidung für einen neuen Standort spielen neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch geeignete Flächen, verlässliche Ansprechpartner und die Begleitung durch die zuständigen Stellen eine wichtige Rolle. Die Jahreskonferenz soll deshalb den Austausch zwischen den Wirtschaftsförderern verbessern und die Zusammenarbeit bei der Ansprache internationaler Unternehmen stärken.
Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der HTAI, erklärte: „Eine Ansiedlung entscheidet sich nicht am Schreibtisch einer einzelnen Stelle, sondern im Zusammenspiel aller Beteiligten. Internationale Unternehmen vergleichen Standorte in ganz Europa. Wer schnell, verlässlich und gut vorbereitet antwortet und Projekte eng und fachkundig begleitet, hat die besseren Chancen. Genau dafür ist dieses Netzwerk da, und genau darüber wollen wir heute ins Gespräch kommen.“
Auch die Bundesebene ist eingebunden. Germany Trade & Invest (GTAI), die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Bundes, gibt Einblicke, wie internationale Investorenanfragen nach Deutschland und in die Bundesländer gelangen und welche Themen derzeit auf Bundesebene diskutiert werden.
Hintergrund
Im ersten Halbjahr 2026 wuchs die hessische Wirtschaft um 1,8 Prozent und damit stärker als in jedem anderen Bundesland. Der Bundesdurchschnitt lag bei 0,9 Prozent. Neben dem Dienstleistungssektor entwickelte sich auch das produzierende Gewerbe überdurchschnittlich gut.

