Hessischer Mobilitätskongress beleuchtet Auswirkungen der Corona-Pandemie

Hessens Verkehrsstaatssekretär Jens Deutschendorf sieht den Öffentlichen Personennahverkehr vor beträchtlichen Herausforderungen: "Das Vertrauen der Fahrgäste in den ÖPNV hat in der Corona-Pandemie nachgelassen, und die Einnahmen sind eingebrochen", sagte er auf dem Hessischen Mobilitätskongress in Frankfurt.

„Dieses Vertrauen muss zurückgewonnen werden, denn ein leistungsfähiger und attraktiver ÖPNV ist unerlässlich für die Verkehrswende hin zu einem klima- und umweltfreundlichen Mobilitätssystem, das alle Verkehrsmittel entsprechend ihrer Stärken miteinander kombiniert.“

Thema des Kongresses waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Mobilitätsverhalten. Prof. Dr. Antje Boetius vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung wies darauf hin, dass jede fünfte Tonne Treibhausgas aus der Mobilität resultiert. Deshalb sei der Verkehrssektor beim Klimaschutz besonders gefordert: „Die soziale, ökonomische und ökologische Innovation der Mobilität macht Zukunft.”

Prof. Dr.-Ing. Thomas Sauter-Servaes, Mobilitätsforscher von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, beleuchtete den Wandel im Verhältnis der Gesellschaft zum Auto: „Wir haben schon alle Zutaten für ein emotional und funktional überzeugendes Besitzauto-Substitut. Wir müssen nur noch das richtige Mischungsverhältnis finden – und dafür das alte Silodenken überwinden.

Veranstalter des Mobilitätskongresses ist das Hessische Wirtschaftsministerium, Organisator ist die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI).

Quelle: Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen