Hessisches Start-up-Ökosystem wächst rasant

Wiesbaden - Trotz der andauernden Corona-Pandemie zeichnet sich im Deutschen 'Start-up Monitor 2020' (DSM) ein positiver Trend für das hessische Ökosystem ab. Im Vergleich zum Jahr 2019 verzeichnet es ein Wachstum von 3,3%, das stärkste bundesweit.

Trotz der andauernden Corona-Pandemie zeichnet sich im Deutschen 'Start-up Monitor 2020' (DSM) ein positiver Trend für das hessische Ökosystem ab. Im Vergleich zum Jahr 2019 verzeichnet es ein Wachstum von 3,3%, das stärkste bundesweit. Ein Grund für diese positive Entwicklung könnte in der agilen Arbeitsweise und kurzfristigen Anpassungsfähigkeit der Start-ups liegen. Als Reaktion auf die Krise geben rund 56% der befragten Start-ups an, sich auf die Entwicklung von Produkten zu fokussieren, rund 36% arbeiten an der Optimierung und dem Ausbau ihres Geschäftsmodells. Der Abbau von Stellen kommt für nur rund 11% der befragten Start-ups infrage. Somit können innovative und agile Start-ups ein wichtiges Rückgrat des Arbeitsmarktes bilden.

Auch im Bereich Bildung schneidet Hessen gut ab: Mit der Technischen Universität Darmstadt gehört erstmals auch eine hessische Hochschule zu den Top 10 Gründer-Hochschulen in Deutschland. Mit der technologie- und innovationsorientieren Ausrichtung sowie der passgenauen Unterstützung im Bereich Entrepreneurship durch das eigene Gründerzentrum HIGHEST können Gründungsvorhaben und innovative Geschäftsmodelle schon bei der Entstehung gefördert werden.

Ergänzt wird das Angebot auch durch den Digital Hub Cybersecurity, ebenfalls in Darmstadt angesiedelt, der gemeinsam mit dem TechQuartier in Frankfurt als FinTech-Hub auch Teil der DE:Hub-Initative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist. Die Bedeutung dieser beiden Standorte spiegelt sich auch im DSM wider: Mit rund 32% bewegt sich der mit Abstand größte Teil der befragten Start-ups im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien (32%).

Die Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) fördert die Gründung und das Wachstum innovativer und technologieorientierter Start-ups im neu gegründeten 'Start Hub Hessen'. Ziel ist es, eine zentrale Anlaufstelle für Informationen, Förderung und Beratung zu schaffen, aber auch ein hessenweites Netzwerk aus Start-ups, Investoren und Inkubatoren oder Akzeleratoren aufzubauen. Dr. Carsten Ott, Abteilungsleiter Technologie & Innovation der HTAI, kennt die Probleme der Szene: 'Nach wie vor bestehen die größten Hürden für Start-ups im Zugang zu Kapital und bei der Suche nach passenden Kooperationspartnern – diese Erfahrung aus unseren täglichen Gesprächen bestätigt sich auch im DSM. Hier profitiert die HTAI von ihrem überregionalen Netzwerk aus Investoren und kooperationsbereiten Unternehmen, die wir mit den Start-ups in der schwierigen Zeit vernetzen können.'