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Hessische Studie: RAMI 4.0 und Wertschöpfungsnetzwerke in der Praxis
Zahlreiche Mehrwerte für Unternehmen

 
Industrie 4.0 wird über Wertschöpfungsnetzwerke gelebt: Unternehmen tauschen Informationen sowie Daten zu Produkten, Produktion und für Services aus. Dafür bedarf es einer Verständigungsgrundlage in Gestalt von Standards und Schnittstellen. Diese bietet die Referenzarchitektur Industrie 4.0 (RAMI 4.0). Eine von der Geschäftsstelle "Digitales Hessen" der Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums bei der WIK-Consult GmbH (Bad Honnef) in Auftrag gegebene Studie zeigt, inwieweit RAMI 4.0 und Wertschöpfungsnetzwerke bereits in der Praxis hessischer Unternehmen angekommen sind.

 

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Basis der Studie sind Interviews mit Unternehmensvertretern aus dem hessischen Mittelstand - insbesondere mit Vertretern von Verbänden und Kammern. Die Ergebnisse der Studie "Digitale Wertschöpfungsnetzwerke und RAMI 4.0 im hessischen Mittelstand"* wurden im Rahmen des INDUSTRIE 4.0 Kongresses der Technischen Hochschule Mittelhessen am 27. und 28. September 2018 in Gießen vorgestellt. Der Kongress stand unter dem Motto "Erfolgsfaktor Digitalisierung - Zukunftsweisend. Praxisnah. Vernetzt.". Die bei der HTAI angesiedelte Geschäftsstelle „Digitales Hessen“ war Sponsor der Veranstaltung.


RAMI 4.0 spart mittelfristig Kosten und Zeit


Der hessische Mittelstand hat mit der Kombination von Produkten und Dienstleistungen bereits einen wesentlichen Schritt Richtung Wertschöpfungsnetzwerke und Industrie 4.0 gemacht. Bei der Digitalisierung und Vernetzung stehen einige Unternehmen noch am Anfang. Es gibt jedoch digitale Vorreiter, die mit hoher Motivation und Eigeninitiative die Digitalisierung und Vernetzung unternehmensintern und über die Unternehmensgrenzen hinweg zu Wertschöpfungsnetzwerken voranbringen.


Wertschöpfungsnetzwerke erfordern eine branchenübergreifende Referenzstruktur für die Umsetzung von Industrie 4.0. Diesen Zweck erfüllt RAMI 4.0. Die vorliegende Studie zeigt, dass RAMI 4.0 zahlreiche Mehrwerte für Unternehmen haben kann. Es schafft einen Referenzrahmen, in dem Standards und Schnittstellen verortet werden können. Diese Einordnung ermöglicht es, unternehmensübergreifende Projekte schnell und zielgerecht aufsetzen zu können. Das spart mittelfristig Kosten und Zeit. RAMI 4.0 wird gegenwärtig noch mit Standards und Schnittstellen befüllt. Insofern beschäftigt sich das Land Hessen in einem frühen Stadium mit RAMI 4.0. Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass sich erst wenige Unternehmen konkret mit dem Thema RAMI 4.0 auseinandergesetzt haben. Um bei Investitionen langfristig tragfähige Entscheidungen treffen zu können, ist es für Unternehmen heute schon wichtig, RAMI 4.0 zu kennen. Dazu leistet die Studie einen Beitrag.


Unterstützung für den hessischen Mittelstand


Mit zahlreichen Angeboten zur Selbsthilfe unterstützen die Landespolitik sowie Kammern und Verbände den hessischen Mittelstand auf dem Weg zu Industrie 4.0, Wertschöpfungsnetzwerken und RAMI 4.0. Jedes Unternehmen muss für sich selbst den optimalen Digitalisierungsgrad finden. In Anbetracht der großen wirtschaftlichen und technischen Potenziale sollten sich kleine wie große Unternehmen intensiv mit diesen Themen auseinandersetzen. Nur so lassen sich die passenden Digitalisierungslösungen finden.
 
>>>Digitale Wertschöpfungsnetzwerke und RAMI 4.0 im hessischen Mittelstand (PDF)

>>>Digitales Hessen-Webseite


* Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (Hrsg.): Digitale Wertschöpfungsnetzwerke und RAMI 4.0 im hessischen Mittelstand, 2018, Wiesbaden.

Foto: MP-Fotolia