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Hessischer Ressourceneffizienz-Kongress, Frankfurt a.M.
Al-Wazir wirbt für mehr Fortschritte bei der Rohstoffeffizienz

Am 16. November 2017 fand in Frankfurt am Main der hessische Ressourceneffizienz-Kongress statt. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir warb für einen effizienten Umgang mit Rohstoffen: „In der Industrie machen Materialkosten im Schnitt 43 Prozent der Gesamtkosten aus – weit mehr als Personal und Energie zusammen. Dennoch haben wir auf diesem Gebiet bisher wenig Fortschritte erzielt“, sagte der Minister.

Foto: Jana Kay

 

Ressourceneffizienz schone Umwelt und Klima, stärke die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft und lockere die Abhängigkeit von unsicheren Lieferländern.

Vernetzung und Austausch

„Mit dem Kongress wollen wir die Bedeutung von Innovation und Ressourceneffizienz in Hessen demonstrieren und Politik, Wissenschaft und Unternehmen aktiv vernetzen“, erläuterte Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hessen Trade & Invest GmbH, die den Kongress im Auftrag des Ministeriums konzipiert und organisiert hatte.

300 Kongressteilnehmer diskutieren in Frankfurt

Ressourceneffizienz lässt sich erzielen, indem man mit weniger Ausschuss produziert, seltene und teure Ausgangsmaterialien durch einfachere Substanzen ersetzt oder sie aus Abfall und Altgeräten recycelt. Über innovative Verfahren und Produkte diskutierten in Frankfurt rund 300 Kongressteilnehmer.

Innovative Produkte und Verfahren

Die Herborner Pumpentechnik GmbH präsentierte eine neue Werkstoffalternative für Schwimmbadpumpen, die nicht nur Bronze und teuren Edelstahl einspart, sondern gleichzeitig den Korrosionsschutz verbessert. „Daneben wurde der Wirkungsgrad dieser Pumpen signifikant verbessert“, erläuterte der Technische Leiter des hessischen Unternehmens, Sascha Korupp.


Die Bosch KWK Systeme GmbH aus Lollar zeigte ein innovatives Druckluft-Wärme-Kraftwerk, das Druckluft für industrielle Verfahren liefern kann, aber – anders als herkömmliche Druckluftanlagen – keinen Strom verbraucht. Zudem ist sein Wirkungsgrad überlegen: „Über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren kann eine Einsparung von rund 350.000 Euro erzielt werden“, sagte Geschäftsführer Ulrich Inderthal in Frankfurt.

 

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