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Hessen möchte Nachwuchs an MINT-Fachkräften sichern

Mario Heinemann, www.pixelio.de

„Wir möchten Jugendliche in Hessen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) begeistern und so gleichzeitig den Bedarf an MINT-Fachkräften sichern“, sagt Folke Mühlhölzer, Vorsitzender der Geschäftsführung der HA Hessen Agentur GmbH.

 

Neue Studie „Regionale MINT-Aktivitäten in Hessen“ veröffentlicht
Die Anzahl der MINT-Bildungsangebote hängt stark von der regionalen Wirtschaftsstruktur sowie vorhandener institutioneller Strukturen ab, so das Ergebnis der aktuellen Studie „Regionale MINT-Aktivitäten in Hessen“, welche die HA im Auftrag des Landes erstellt hat. Die Studie erfasst am Beispiel der Stadt Kassel und des Schwalm-Eder-Kreises bereits vorhandene MINT-Bildungsaktivitäten und analysiert den Bedarf zusätzlicher Projekte und Unterstützungsinstrumente.

 

In Kassel ist das Engagement im Bereich MINT bereits stark ausgeprägt. Eine wichtige Voraussetzung für die MINT-Stärke der Stadt ist die große Zahl und Vielfalt derer, die MINT-Aktivitäten entwickeln, durchführen und finanziell wie organisatorisch unterstützen. Dazu gehören u.a. zahlreiche Großunternehmen, die Universität Kassel, das Schülerforschungszentrum, die Kammern, Verbände und Schulen. So bieten zum Beispiel allein 67 Prozent der Kasseler Grundschulen ausgewählte MINT-Projekte an.

 

Der Schwalm-Eder-Kreis als ländlich geprägte Region kann nicht auf eine Akteursdichte und -vielfalt bauen, wie sie in Kassel vorherrscht. Die Ausrichtung von MINT ist im Schwalm-Eder-Kreis ganz wesentlich auf Technik konzentriert. Die Wirtschaft ist stark vom verarbeitenden Gewerbe geprägt – neun von zehn MINT-Beschäftigten üben technische Berufe aus. Für die zukünftige Entwicklung zeigt die Bevölkerungsvorausschätzung der Hessen Agentur, dass die Zahl der jungen Menschen im Schwalm-Eder-Kreis in den kommenden Jahren überdurchschnittlich abnehmen wird. „Diese demografische Entwicklung trifft für alle ländlich geprägten Regionen in Hessen zu und erfordert im Hinblick auf die zukünftig zu erwartenden Fachkräfteengpässe zusätzliche Anstrengungen, Auszubildende für MINT-Berufe – insbesondere technische Berufe – zu begeistern“, erläutert Mühlhölzer. „Bereits heute sind spezifische Lösungswege vor Ort zu entwickeln, die die betrieblichen, schulischen und infrastrukturellen Strukturen aufgreifen und Angebote passgenau auf die Bedürfnisse von Betrieben und Schulen entwickeln.“

 

„Regionale MINT-Aktivitäten in Hessen“ Studie zum Download