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Mikrobiologen-Nachwuchs erlangt Gold - Margurger iGEM Team in Boston erfolgreich

Viele Monate Laborarbeit, große Herausforderungen und zum Abschluss ein Grund zum Feiern.
© Alexraths | Dreamstime.com

 

Elf Studierende der Philipps-Universität Marburg haben am diesjährigen „iGEM“-Wettbewerb (International Genetically Engineered Machine competition) teilgenommen und ihre über den Sommer gesammelten Ergebnisse in Boston, USA vorgestellt. Im Finale erhielten sie Auszeichnungen für das beste Projekt in der Kategorie „Food and Nutrition“ sowie einen Preis für „Best Innovation in Measurement“.

 

Am iGEM-Wettbewerb, der seit 2004 jährlich vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, USA, ausgetragen wird, nehmen studentische Teams aus aller Welt teil. Dieses Jahr trugen sie vom 24. bis 28. September ihre über den Sommer selbst bearbeiteten wissenschaftlichen Projekte aus dem Bereich der Synthetischen Biologie vor. Der iGEM-Wettbewerb erfreut sich weltweit immer größerer Beliebtheit, dieses Jahr nahmen insgesamt 259 Teams an der Veranstaltung in Boston teil; das Team der Philipps-Universität war zum vierten Mal dabei und bringt jetzt die dritte Goldmedaille mit nach Marburg.

 

Das Marburger Team wurde für ihr Projekt „NUTRInity – make the gut a better world“ mit dem Preis für das „Best Food and Nutrition Project“ ausgezeichnet. Weiterhin erhielten sie eine Auszeichnung für „Best Innovation in Measurement, Overgrad“, wobei sie sich gegen 79 andere Teams aus der ganzen Welt durchsetzten. Außerdem wurden die Marburger in den Kategorien „Best Education and Public Engagement, Overgrad“, „Best Wiki, Overgrad“, „Best Poster, Overgrad“, „Best New Composite Part, Overgrad“ und „Best Part Collection, Overgrad“ nominiert, damit waren sie mindestens unter den fünf besten Teams weltweit vertreten.

 

Mit „NUTRInity“ wollten die Studenten eine allumfassende Lösung zu den Problemen Über- und Untergewicht bieten. Dazu entwickelten sie drei modulare Werkzeuge für unterschiedliche Anwendungen. So stellt ihr erstes Projekt „Pick Up“ ein schwammähnliches Proteingerüst dar, an welches die unterschiedlichsten Enzyme gebunden werden können. Damit sind diese zum Beispiel in der Lage, einen Überschuss an Glukose im Darm zu binden und dessen Aufnahme zu verhindern, um Übergewicht vorzubeugen.

 

Professor Dr. Bruno Eckhardt, Sprecher des „LOEWE“-Zentrums für Synthetische Mikrobiologie Marburg (SYNMIKRO), zeigt sich erfreut über den Erfolg der Nachwuchswissenschaftler: „Ich gratuliere dem Marburger Team zu dem wunderbaren Erfolg. Damit haben sich die Mühen und die Zeit, die in die Vorbereitungen investiert wurden, für das Team und alle anderen gelohnt.“

 

Das Team wurde in Marburg unterstützt von Professor Dr. Victor Sourjik, Dr. Gert Bange, Professor Dr. Lars-Oliver Essen und Professor Dr. Michael Bölker sowie den Doktoranden und Doktorandinnen Anne Löchner, Nicolas Koutsoubelis, Max Mundt, Oliver Schauer und Daniel Schindler (SYNMIKRO und Max-Planck-Institut für Terrestrische Mikrobiologie, Marburg).

 

Die Realisierung des Projektes wurde ermöglicht durch die Beiträge von Sponsoren und Förderern, unter anderem durch das „LOEWE“-Zentrum für Synthetische Mikrobiologie; Max-Planck-Institut für Terrestrische Mikrobiologie, Marburg; Stadt Marburg, Der Magistrat; Initiative Biotechnologie und Nanotechnologie e.V., Marburg; Netter-Stiftungsfonds der von Behring-Röntgen-Stiftung, Marburg.

 
www.synmikro.com/de/

 

Quelle: Pressemeldung der Philips-Universität Marburg