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AmCham Germany - Ranking TOP 50 US-Unternehmen in Deutschland

Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (American Chamber of Commerce in Germany, kurz „AmCham Germany”) hat die Ergebnisse ihres jährlichen Rankings der TOP 50 US-Unternehmen in Deutschland vorgestellt. Dieses listet die größten US-Unternehmen in Deutschland bzw. Tochterunternehmen amerikanischer Muttergesellschaften in Deutschland, gemessen am Umsatz und den Mitarbeiterzahlen in 2013.

 

 

In einer ausführlichen Mitgliederbefragung wurden die US-Unternehmen zum Wirtschaftsstandort Deutschland und der transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) befragt. Diese zeigt: Insgesamt gewinnt Deutschland an Attraktivität und bekommt die Note 2,2. Die US-Unternehmen sehen aber Handlungsbedarf bei der Innovationsfähigkeit, dem Nachwuchs an Fachkräften und der Energieversorgung.

 

 

Umsatzentwicklung: TOP 50 US-Unternehmen insgesamt 0,6 Prozent Wachstum

 

Die Umsätze der amerikanischen Tochtergesellschaften in Deutschland zeigen insgesamt ein leichtes Plus auf und sind damit etwas stärker gewachsen als die deutsche Wirtschaft insgesamt (0,4 Prozent, preisbereinigt). Während die deutsche Wirtschaft die Auswirkungen der anhaltenden Schwäche in den wichtigen EU-Nachbarstaaten und einer insgesamt verhaltenen weltwirtschaftlichen Entwicklung in 2013 deutlich zu spüren bekam, waren die US-Unternehmen in Deutschland davon weniger belastet. Ein wesentlicher Grund für die positive Umsatzentwicklung der amerikanischen Firmen ist das im EU-Vergleich nach wie vor sehr günstige Konsumklima in Deutschland. Indes könnte die abschwächende Binnennachfrage neue Herausforderungen im für die US-Unternehmen wichtigen Verbrauchermarkt mit sich bringen.

 

„2013 war ein solides Jahr für die Top 50 US-Unternehmen in Deutschland: Nach einer hervorragenden Performance in 2012 haben sich die Umsätze auf hohem Niveau stabilisiert“, sagt Frank Riemensperger, Vize-Präsident von AmCham Germany und Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture Deutschland.

 

„Den Top 50 deutschen Unternehmen in den USA geht es besonders gut, sie profitieren von einem ausgezeichneten Arbeitsmarkt und befeuern auf Hochtouren die Industrialisierung. Die Investitionen nehmen wieder zu. Für Unternehmen beidseits des Atlantiks geht es jetzt vor allem darum, neue Wachstumsfelder mit technologiegetriebenen Innovationen zu erschließen. Über alle Branchen hinweg wird die Digitalisierung die Märkte weltweit so stark verändern, wie wir es seit Jahrzehnten nicht erlebt haben. Wer diese Chancen nutzt, kann einen riesigen Wachstumsmotor für die nächsten fünf Jahre anwerfen.“

 

Die 30 größten US-Arbeitgeber in Deutschland nach Mitarbeiterzahl im Jahr 2013:

  • McDonald's Deutschland Inc. 60.000 inkl. Franchise
  • Ford-Werke GmbH 25.067
  • Adam Opel 22.690
  • Johnson Controls 20.000 geschätzt
  • ManpowerGroup Deutschland GmbH ** 19.000
  • IBM Gruppe 17.000 geschätzt
  • United Parcel Service Deutschland Inc. & Co. OHG 17.000
  • Douglas Holding AG 15.300 geschätzt
  • Procter & Gamble Germany 13.000*
  • Coca-Cola Deutschland 11.500 geschätzt
  • TRW Automotive Deutsche Gruppe 10.565
  • Amazon.de GmbH 9.000*
  • Hewlett-Packard GmbH 9.000 geschätzt
  • Aramark Holdings GmbH & Co. KG ** 7.500*
  • GE Deutschland 7.500
  • Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH 7.400
  • Deere & Company - European Office 7.250
  • Federal-Mogul Holding Deutschland GmbH 6.700
  • Lear Corporation Beteiligungs GmbH 6.500 geschätzt
  • Yum Restaurants International Ltd. & Co. KG ** 6.450 geschätzt
  • 3M Deutschland 6.200
  • Terex Germany ** 5.880*
  • Honeywell Deutschland 5.750
  • Dow Gruppe Deutschland 5.300
  • Eaton Gruppe 5.000 geschätzt
  • United Technologies Corporation 5.000 geschätzt
  • Caterpillar Gruppe 4.800*
  • AGCO GmbH 4.532
  • Parker Hannifin GmbH 4.205
  • ExxonMobil Central Europe Holding GmbH 4.163 inkl.Zeitarbeit


**Bedeutender Arbeitgeber, aber wegen zu geringer Umsätze nicht in der Top 50-Liste enthalten
* Angaben von Firmenwebseite oder Geschäftsbericht

Grundlage für diese Liste sind Angaben der Unternehmen auf Anfrage von AmCham
Germany oder Schätzungen durch AmCham Germany, die als solche markiert sind.

 

 

AmCham Germany Mitgliederbefragung zum Standort Deutschland und TTIP
US-Investoren vergeben die Note „Gut“ / Dauerbrenner: Forschung, Energie &
Fachkräftemangel

Der Wirtschaftsstandort Deutschland bleibt attraktiv für US-Investoren. Im Vergleich zum letzten Jahr vergeben die US-Unternehmen dieses Jahr eine bessere Durchschnittsnote von 2,2 (2012: 2,6). Damit Deutschland auch in Zukunft ein wettbewerbsfähiger Standort bleibt, muss das Land der Tüftler und Erfinder an erster Stelle seine Innovationsfähigkeit auf hohem Niveau halten. 61 Prozent der US-Unternehmen nennen als wichtigste Aufgabe, dass die Bedingungen für Innovationen in Deutschland durch die Förderung von Forschung und Entwicklung verbessert werden. An zweiter Stelle steht die Forderung, die sehr gut ausgebildete Fachkräftebasis hier vor Ort zu sichern (57 Prozent) und somit nicht an Bildung und Ausbildung zu sparen. Der drittwichtigste Standortfaktor bleibt das Thema Energie. Rund die Hälfte der US-Unternehmen erwartet eine Energiepolitik, die umweltfreundliche Energiegewinnung auf verlässlicher Basis zu bezahlbaren Preisen gewährleistet.

 

Über AmCham Germany

Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) fördert die globalen Handelsbeziehungen, die auf dem starken Fundament der amerikanischdeutschen Partnerschaft stehen. Dabei unterstützt und fördert sie aktiv die Interessen ihrer Mitglieder durch ihr Netzwerk in Wirtschaft, Politik und der AmChams weltweit. AmCham Germany ermöglicht interkulturelles Verständnis, Zusammenarbeit und neue Investitionen durch die Grundsätze eines transparenten Dialogs, freien Handels und eines wettbewerbsfähigen und offenen Wirtschaftsklimas.