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Insekten zum Essen und Pullover mit sieben Leben



Foto: Benjamin Jungbluth
Foto: Benjamin Jungbluth

Innovative Produkte der nachhaltigen Bioökonomie standen bei der Veranstaltung "Bio. Innovationen. Stärken." im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums auf dem Programm: Rund 100 Akteure diskutierten über Lebensmittel, Kleidung und andere Lifestyleprodukte, die Umwelt und Ressourcen schonen und gleichzeitig Konsumenten Spaß machen sollen. Die Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) setzt mit dieser Veranstaltung unter der Dachmarke "Technologieland Hessen" die erfolgreiche Veranstaltungsreihe rund um das Thema Bioökonomie fort.

 

Bei einigen Besuchern war dann doch erst ein wenig Überwindung notwendig – aber nach dem ersten Biss in die kleinen, mit bunten Brötchen angerichteten Burger wich die Skepsis: Nachhaltiger Konsum kann Spaß machen und schmecken, auch wenn die Bratlinge statt aus gewohntem Rindfleisch aus Insekten bestehen. Oder genauer: Aus "Buffalowürmern", die von dem jungen Unternehmen Bold Foods seit kurzem bundesweit als nachhaltige Nahrungsmittel vermarktet werden. Die Larven verbrauchen bei ihrer Zucht nur einen Bruchteil der Ressourcen, die bei Rinder-, Schweine- oder Hühnerzucht benötigt werden. Dadurch ist auch der CO2-Ausstoß erheblich geringer. In Zeiten von Klimawandeldebatten ist der ungewöhnliche Ansatz von Insekten als Nahrungsmittel also innovativ und gleich auf mehreren Ebenen nachhaltig – und reiht sich ein in die zahlreichen Projekte, die an diesem Tag im Frankfurter Kreativarbeitszentrum "TechQuartier" vorgestellt wurden.

 

 

Nach dem ersten Biss weicht die Skepsis

 

Mehrfach wiederverwertete Pullover, ein Leder-Ersatz aus Tabakblättern und Seidenraupen als Proteinquelle: Junge hessische Start-ups haben zahlreiche nachhaltige Konsumgüter entwickelt, um Lifestyle-Produkte umweltverträglicher zu machen. Trotz Naturschutz und Müllvermeidung stehen dabei Mode und Trends im Mittelpunkt – Nachhaltigkeit soll auch Spaß machen, denn das erhöht ihre Akzeptanz in der Gesellschaft. Doch die jungen Tüftler und Gründer müssen ihre Produkte aufwendig entwickeln und vermarkten. Um die hessischen Innovationen zu fördern und Kontakte zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen herzustellen, bietet das "Technologieland Hessen" der HTAI im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums ihre Reihe "Bio. Innovationen. Stärken." an. Rund 100 Akteure konnten bei der jüngsten Ausgabe zu innovativen biobasierten Konsumgütern mit nachhaltigen Geschäftsmodellen ins Gespräch kommen, die konkreten Produkte von sechs jungen Start-ups genauer kennenlernen und bei Vorträgen etablierter Experten Anregungen gewinnen. In der hippen Coworking-Atmosphäre mitten in der Frankfurter City ging es dabei nicht um abstrakte Ideen, sondern den konkreten Transfer technologischer Expertise in marktfähige Produkte und Technologien. "Wir wollen mit unserer Auswahl an vorgestellten Start-ups und Expertenvorträgen die enorme Bandbreite aufzeigen, die es inzwischen im Bereich biobasierter Technologien gibt", erklärte Dr. Janin Sameith von der HTAI, zuständig für den Bereich Life Science und Bioökonomie sowie Organisatorin der Reihe. "Neue biobasierte Materialien und eine energie- und ressourceneffiziente Produktion werden dabei genauso bei der Produktentwicklung einbezogen wie Strategien zur Weiterverwertung und für ein effektives Recycling."

 

Drei Experten gaben einen Überblick über die grundsätzliche Lage und konkrete Ansätze, die sich bereits etabliert haben. Dr. Ulrike Eberle (Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten/Herdecke), Dr. Edgar Endlein (Werner & Mertz, Frosch-Produkte) und Christine Fehrenbach (heads.Transformationsgestaltung) stellten nicht nur theoretische Hintergründe, sondern auch praktische Umsetzungen vor – für die rund 100 Teilnehmer des Netzwerktreffens gab es so wichtige Impulse. Sechs junge Start-ups konnten sich ebenfalls auf der Bühne präsentieren: Nuvi Releaf mit nachhaltigen Lederalternativen aus Tabakblättern, Rezemo mit Kaffeekapseln aus Holz, Solostücke mit zirkulärer Mode, Backwood mit Surfboards aus Holz, Swap mit Seidenraupen zu Proteinerzeugung und Bold Foods mit seinen Insektenburgern.

 

Durch zahlreiche Gespräche und einen lockeren Austausch im Anschluss konnten die Akteure ihre Netzwerke ausbauen. "Solche Veranstaltungen sind sehr wichtig für uns, weil wir sowohl von fachkundigen Besuchern als auch von potenziellen Kunden wertvolles Feedback erhalten", so Svenja Bickert-Appleby, Gründerin und CEO von Solostücke. Das Start-up aus Wiesbaden lässt Kleidungsstücke zirkulär wiederverwenden, so erhalten sie bis zu "sieben Leben": Käufer bringen bei Bedarf ihre Pullover zurück und lassen sie mehrfach auffrischen oder umschneidern, statt sie bei geändertem Bedarf einfach wegzuwerfen. "Es gibt so viele verschiedene Ansätze, um nachhaltig zu wirtschaften, aber es ist mitunter schwierig, mit Gründern aus anderen Branchen in Kontakt zu kommen. Hier können wir in lockerer Atmosphäre mit anderen spannenden Unternehmen Gespräche führen und voneinander lernen: Als Start-ups haben wir oft ähnliche Probleme zu bewältigen, da hilft eine gute Vernetzung sehr."

 

Auch für etablierte Firmen ist der lockere fachliche Austausch mit jungen Gründern gewinnbringend. Dr. Daniel Frank von Isle Utilities, einer globalen Technologie- und Innovationsberatungsfirma: "Die Bioökonomie ist für uns ein wichtiges und wachsendes Feld, deshalb müssen wir da auf dem Laufenden bleiben. Wir können bei solchen Treffen unsere Kontakte zum Nachwuchs pflegen – und wir sehen, wo die Reise hingeht. Denn die jungen Start-ups bringen innovative Ideen und ganz neue Denkansätze mit."

 

 

Einladung zu Tagesworkshops im Oktober & November plus "Showtime"

 

Um die Vernetzung der Akteure und die konkrete Umsetzung der vielfältigen Projekte zu fördern, bietet das Technologieland Hessen ab Oktober ein neues Veranstaltungskonzept in Frankfurt an, das an die Reihe "Bio. Innovationen. Stärken." anknüpft. Beim "Open Sustainable Innovations Sprint" absolvieren die Teilnehmer drei Tagesworkshops, die aufeinander aufbauen und in einer Showtime münden, bei der die erarbeiteten Lösungen präsentiert werden. In Kooperation mit dem Social Impact Lab Frankfurt sollen innovative und technologiebasierte Lösungsansätze für wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen praxisorientiert und interdisziplinär erarbeitet werden. Das Format richtet sich an Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen, Studenten sowie Interessierte aus Forschung und Wissenschaft. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung bis 6. Oktober notwendig. Infos: www.technologieland-hessen.de/innovationlinks

 

Ein Pressefoto kann HIER heruntergeladen werden - Foto: Benjamin Jungbluth.

 

 

 

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Unter der Marke "Technologieland Hessen" bündelt die Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums Maßnahmen für technologische Innovationen und unterstützt die hessische Wirtschaft bei Entwicklung, Anwendung und Vermarktung relevanter Zukunfts- und Schlüsseltechnologien. www.technologieland-hessen.de

 

Die HTAI ist die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes Hessen. Ihre zentrale Aufgabe ist die Sicherung und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Technologiestandortes Hessen. Die HTAI bietet eine einmalige strategische Verknüpfung von Standortmarketing, Außenwirtschaft, Investorenbetreuung, Innovationsförderung und Beratung zu EU-Förderprogrammen. Sie ist zentraler Ansprechpartner für Unternehmen sowie für wissenschaftliche, politische und gesellschaftliche Institutionen. www.htai.de

 

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Kontakt:

Hessen Trade & Invest GmbH, Konradinerallee 9, 65189 Wiesbaden

Thorsten Schulte

Leiter der Unternehmenskommunikation

Tel.: +49 611 95017 8114; E-Mail: presse@htai.de

 

Dr. Janin Sameith

Projektleiterin Life Sciences & Bioökonomie

Abteilung Technologie & Innovation

Tel.: +49 611 95017 8262; E-Mail: janin.sameith@htai.de

 

 




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