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Neuer Film: Effiziente Entwicklung und Produktion durch Industrie 4.0



Berlin, 08.11.2017 - Wie digitalisierte Entwicklungsprozesse und Produktionsdaten zu mehr Materialeffizienz führen, zeigt der neue und zweite Film des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) zum Thema Industrie 4.0. Ein Unternehmen, das auf Schaumstoffverarbeitung spezialisiert ist, und ein Produzent von Vakuumgreifern stellen darin ihre digitalisierten Prozesse vor.

 

Individuelle Kundenwünsche und kleine Losgrößen stellen besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des produzierenden Gewerbes vor Herausforderungen. Eine flexible Produktion ist erforderlich, um speziellen Kundenanforderungen wirtschaftlich begegnen zu können. Der neue Film „Industrie 4.0 – Material sparen bei Entwicklung und Produktion“ des VDI ZRE beleuchtet hier die Chancen der Digitalisierung anhand zweier Unternehmensbeispiele. Wird die Produktentwicklung und der Produktionsablauf mit Hilfe von Industrie 4.0 optimiert, kann ein erheblicher Teil des Materials eingespart werden.

 

Die hessische Wetropa GmbH stellt individuelle Schaumstoffverpackungen für beispielsweise Kunden der Automobil- und Elektroindustrie her. Um auch kleinste Losgrößen, wie individuelle Werkzeugverpackungen, möglichst material- und kosteneffizient zu produzieren, hat das Unternehmen eine App entwickelt. Mit dieser kann der Kunde den Entwicklungsprozess selbst durchführen und die Schaumstoffeinlage individuell an seine Bedürfnisse anpassen. Da die Konstruktionsdaten sofort online vorliegen, können ohne großen Aufwand mehrere kleinere Aufträge zu einem Produktionsprozess gebündelt werden. Darüber hinaus müssen keine Muster mehr an den Kunden zur Voransicht geschickt werden. Aufgrund des digitalisierten Entwicklungsprozesses kann rund ein Viertel an Material eingespart werden.

 

Um Ressourcen zu sparen, setzt auch die J. Schmalz GmbH in Glatten auf Industrie 4.0. Das Unternehmen produziert unter anderem Vakuumgreifer für den Maschinenbau, die individuell nach den Anforderungen des Kunden hergestellt werden. Nachdem die relevanten Parameter abgestimmt sind, erhält das zu fertigende Produkt einen Produktschlüssel. Dieser wird digital an die Produktion weitergegeben. Durch Industrie 4.0 wird der Produktionsablauf hier optimiert. Entsprechend des Produktionsschlüssels werden nur die Komponenten vorgefertigt, die anschließend im „One-Piece-Flow“ benötigt werden. Diese Just-in-Time Produktion ermöglicht einen effizienten Umgang mit Materialien. Kommt es zu Änderungen durch den Kunden oder läuft ein Produkt aus, entstehen keine überschüssigen Lagerbestände. Rund 200

 

Kilogramm Aluminiumprofil und 2600 Kilogramm Schaumstoff spart Schmalz jährlich durch die Digitalisierung.

 

Der Film „Industrie 4.0 – Material sparen bei Entwicklung und Produktion“ ist auf dem YouTube-Kanal des VDI ZRE „Ressource Deutschland TV“ oder im WebVideomagazin abrufbar.

 

Über das VDI Zentrum Ressourceneffizienz Die VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) hat die Aufgabe, Informationen zu Umwelttechnologien und material- und energieeffizienten Prozessen allgemein verständlich aufzubereiten. Ziel ist es, vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Steigerung ihrer Ressourceneffizienz zu unterstützen. Die Instrumente des VDI ZRE zur Bewertung und Darstellung von Ressourceneffizienzpotenzialen werden im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erstellt und aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative finanziert. Sie sind auf der Webseite www.ressource-deutschland.de kostenlos zugänglich.

 

Über das WebVideomagazin Mit dem WebVideomagazin „Ressource Deutschland TV“ stellt das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) umweltbewusstes Handeln in kleinen und mittleren Unternehmen vor. Die Filmreihe präsentiert Gute-Praxis-Beispiele von Unternehmen aus verschiedenen Branchen, die in Sachen Ressourcenschonung als Vorbild dienen können. Alle Beiträge der Reihe stehen im Internet unter www.ressource-deutschland.tv oder auf dem Youtube-Kanal „Ressource Deutschland“ zur Verfügung.

 

Quelle: VDI ZRE

 




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