Waldschmidt: „Die ganze Welt schaut auf Hessen“

Sanofi füllt Biontech-Impfstoff in Frankfurt ab – Impfstoff-Produktion in Marburg genehmigt – „hervorragende Nachrichten für Hessen“

Die Zusammenarbeit von Sanofi und Biontech beim Abfüllen des Corona-Impfstoffs in Frankfurt ist nach der schnellen Genehmigung der Produktion des SARS-CoV-2-Impfstoffs in einer Produktionsanlage in Marburg die zweite „hervorragende Nachricht für Hessen“.

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Die heute bekanntgegebene Zusammenarbeit des Pharmakonzerns Sanofi und Biontech beim Abfüllen des Corona-Impfstoffs in Frankfurt ist nach der schnellen Genehmigung der Produktion des SARS-CoV-2-Impfstoffs in einer Produktionsanlage in Marburg die zweite „hervorragende Nachricht für Hessen“, sagt Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI). „Hessen nimmt eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Infektionsgeschehens ein. Die ganze Welt schaut auf Hessen!“

Die Zukunft zu erfinden, ist die sicherste Methode, sie vorherzusagen

Dr. Waldschmidt: „Wenn wir unsere Zukunft vorhersagen wollen, müssen wir sie selbst erfinden.“ Hessen ist einer der traditionsreichsten und bedeutendsten Standorte der pharmazeutischen Industrie. „In Marburg und Frankfurt arbeiteten schon die Nobelpreisträger Emil von Behring und Paul Ehrlich. Wir sind der ideale Pharma-Standort, zentral gelegen und mit langer Tradition“, erläutert Waldschmidt und unterstreicht: „Der hessische Pharmastandort ist nicht nur der umsatz-, sondern auch der forschungsstärkste in Deutschland.“ Mit rund 21.000 Beschäftigten ist die Branche zudem der größte industrielle Arbeitgeber in Hessen. Die Hessische Landesregierung habe mit dazu beigetragen, den Standort nachhaltig zu entwickeln und die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen zu stärken. „Davon profitiert Hessen jetzt in der Corona-Krise“, so Waldschmidt.

Internationales Expertentreffen am 9. und 10. Februar

Die hessischen Wirtschaftsförderer der HTAI haben es sich zur Aufgabe gemacht, in der Krise Unternehmen und Wissenschaftler mit politischen Entscheidungsträgern zu vernetzen. Am 9. und 10. Februar findet ein internationales Expertentreffen zur Suche nach Coronaviren im Abwasser statt. „Ziel ist der Aufbau eines verlässlichen Frühwarnsystems. Über die Abwasser-Analyse könnte man schnell herausfinden, ob Lockdown-Maßnahmen wirken“, sagt Dr. Carsten Ott, Abteilungsleiter Technologie & Innovation der HTAI. Denn die Zahl der täglichen Neuinfektionen bildet nur das Infektionsgeschehen der vergangenen Wochen ab. Ein vom Land Hessen unterstütztes Transferprojekt möchte helfen, diese und weitere Fragen zu beantworten und die Verbreitung von SARS-CoV-2 über die Detektion im Abwasser zu analysieren.

Waldschmidt: „Denn das Ziel muss sein, dass wir schnell aus dem Lockdown herauskommen. Wir wollen alles dafür tun und stemmen uns mit dem Netzwerk der Wirtschaftsförderungen gegen die Pandemie.“

Die Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) ist die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes Hessen. Ihre zentrale Aufgabe ist die Sicherung und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Technologiestandortes Hessen. Die HTAI bietet eine einmalige strategische Verknüpfung von Standortmarketing, Außenwirtschaft, Investorenbetreuung, Technologie- und Innovationsförderung und Beratung zu EU-Förderprogrammen. Sie ist Ansprechpartner für Unternehmen und wissenschaftliche, politische und gesellschaftliche Institutionen. www.htai.de * www.hessisch.de